Donnerstag, 13. März 2014

Vom Trauma zum Traum

Hallo meine Lieben,
wie so oft sollte ich jetzt EIGENTLICH etwas Anderes machen, aber ich höre das Bonbon förmlich schreien: 'Fülle mich mit Text! Fülle mich endlich mit Text!' Ich lege mich lieber nicht mit einem Bonbon an..
Das Andere stapelt sich auf meinem Nachttisch, meinem Schreibtisch oder auf meinem Sofa. Mittlerweile haben sich  zwölf Bücher angesammelt, die gelesen werden wollen. Teilweise, weil es für die Schule wichtig wäre, vor allem für das bevorstehende Abi, teilweise weil es ums Bloggen geht oder die Bücher von irgendwelchen Personen sind, die ich in nächster Zeit treffen werde. Gestern früh konnte ich auf den letzten Drücker erst meine Französisch-Lektüre beenden und fragte mich wie so oft, wie ich sieben Jahre so gute Noten bekommen konnte, ohne einen zusammenhängenden Satz zu verstehen. Französisch und ich, wir beide werden uns wohl nie anfreunden. Ich werde die nächsten Jahre eher mit meiner großen Liebe Englisch verbringen.
EIGENTLICH soll es jetzt aber auch nicht um meine Sprachkenntnisse gehen, sondern um das Lesen an sich. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich das Schreiben dem Lesen vorziehe, bis vor zwei oder drei Jahren konnte man mich mit Büchern sogar jagen. Ich hatte ein regelrechtes Trauma. Es hieß Deutschlektüre, genauer gesagt Eragon und Der kleine Hobbit. Ich höre meine beste Freundin sagen: 'Tja, ich bin immernoch auf Seite 30.' Ich hingegen kämpfte mich durch. Diese Bücher sind nicht schlecht, stilistisch teilweise sogar sehr gut, aber ich persönlich kann mit dem Inhalt einfach nichts anfangen, ich hatte damals auch kein Problem damit, auf ein Arbeitsblatt unseres Lehrers zu schreiben, die letzte Seite habe mir am besten gefallen, weil das Buch dann endlich fertig war. Diese -und noch einige andere Bücher- lösten in mir eine regelrechte Blockade aus. Ich konnte einfach keine Bücher mehr lesen. Aber sollte eine Schullektüre wirklich zu diesem Ergebnis führen?
Erst als ich selbst anfing zu schreiben, begann ich wieder mit dem Lesen. Ich las diverse Biographien, Kochbücher (ja, auch die kann man lesen, da stehen nicht nur Rezepte drinnen) und Bücher mit einem Inhalt, der wirklich nicht leicht verdaubar ist. Zu letzterem Punkt kommt mir spontan das Werk Jeansgröße 0 von Brigitte Blobel in den Sinn. Falls es euch interessiert, kann ich darüber auch mal eine Rezension schreiben, ich mag das Buch nämlich wirklich sehr.
Für mich ist es mittlerweile purer Luxus, ein Buch zu lesen. Ich finde, dass lesen sehr viel mit Musik gemeinsam hat, man hat bei beidem das Gerüst einer Geschichte, muss die Details aber für sich selbst entscheiden und kleine Lücken mit der eigenen Fantasie füllen. Man hat einen Moment der Ruhe und die persönlichen Gedanken und Einschätzungen können die Handlung in eine ganz andere Richtung verlaufen lassen, denn ich freue mich vielleicht, wenn das Mädchen im Buch sich in den hübschen Jungen verliebt, aber du findest es schrecklich, weil sie doch die falsche Wahl getroffen hat.
Gebt eurer Fantasie mal wieder ein bisschen Freiraum, das Fernsehprogramm wird eh von Tag zu Tag hirnloser..
_Marie_
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Kommentare:

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Bunte Grüße und einen schönen Tag,
Marie ♥