Dienstag, 1. Oktober 2013

Wort des Monats 10/13

Hallo ihr Süßen,
heute ist schon wieder der 1. des Monats und es wird Zeit für mich, mal wieder ein Wort des Monats zu suchen. Mir hat es eigentlich ganz gut gefallen, dass ich das Wort ‚Melancholie‘ vom letzten Monat gestern noch einmal aufgreifen konnte und deswegen wird meine Suche jetzt immer anspruchsvoller ;)
Neben der Serie zur Pariser Mode und den normalen Posts möchte ich diesen Monat ein bisschen etwas über Gedichte schreiben. Ich hab‘ das Thema irgendwann im September ja schon mal angeschnitten, aber jetzt will ich euch diese Kunstform wirklich ein wenig näher bringen. Und deswegen ist -wen wundert’s-



das Wort des Monats geworden. Wenn ich Pech habe, haben die ersten jetzt schon weggeklickt, weil sie das Thema einfach nur langweilig oder blöd finden, ich würde mich aber trotzdem freuen, wenn der ein oder andere von euch weiterliest.
Ich muss ehrlich gestehen, dass sich meine Nackenhaare auch manchmal aufstellen, wenn ich das Wort ‚Gedicht‘ höre, wenn es dann um Metrum und was weiß ich alles geht. Ob Jambus, Trochäus oder Daktylus, ist das nicht egal, wenn man ein Gedicht liest und dann berührt ist, wenn man die Worte des Poeten tief in seinem Herzen hört? Trotz den allgemein gehassten Gedichtanalysen in der Schule liebe ich die Lyrik. Es ist total faszinierend wie Menschen mit Worten umgehen können, manchmal sagen zehn Worte viel mehr aus als hunderte Pinselstriche auf einem Gemälde oder hunderte Noten die auf der Tonleiter herumspringen.
Angefangen hat meine Vorliebe für Gedichte schon vor ein paar Jahren, als ich zum ersten Mal ‚Was es ist‘ von Erich Fried gehört habe. Und was das für ein Gefühl war, kann ich gar nicht richtig beschreiben. Es war einfach die Ehrlichkeit und Klarheit der Worte, die mich so begeistert hat. Besonders die letzte Strophe des Gedichtes gefällt mir:

‚Es ist lächerlich
sagt der Stolz.
Es ist leichtsinnig
sagt die Vorsicht.
Es ist unmöglich
sagt die Erfahrung.
Es ist was es ist
sagt die Liebe.‘

Man muss nicht immer alles ausschmücken, manchmal sind die klaren Strukturen eben doch besser.
Kurz nach dieser Erfahrung kam wieder ein kleiner Rückschlag was meine Liebe zur Lyrik anging: Der Panther von Rainer Maria Rilke. Im Nachhinein finde ich dieses Gedicht auch wirklich schön, aber sobald ich gezwungen werde, etwas auswendig zu lernen, schaltet mein Hirn auf stur. Damals habe ich es auch komisch gefunden ein Gedicht über einen gefangenen Panther zu schreiben, dass viel mehr dahinter steckt habe ich mir nie gedacht. Ein anderes Lowlight war ‚Der Werwolf‘ von Christian Morgenstern. Ich kann damit einfach nichts anfangen und für mich ist das auch kein Gedicht, sondern einfach nur ein Text wie jeder andere auch. Aber wem’s gefällt..
Mein Interesse für die schriftlichen Kunstwerke ist eigentlich erst wiedergekommen, als ich das Buch ‚Eine wie Alaska‘ von John Green gelesen habe. Zwar Epik und keine Lyrik, dafür beschäftigt sich aber die Hauptfigur Alaska sehr oft mit Gedichten und das hat auch mich wieder neugierig gemacht. [Über dieses Buch habe ich übrigens hier auch schon kurz geschrieben http://buntes-bonbon.blogspot.de/2012/07/john-green-eine-wie-alaska.html ].
Wie ich euch auch schon öfter verraten habe, bin ich schließlich bei Selma Meerbaum-Eisinger gelandet, aber für heute reicht’s erst mal, sonst brauche ich über die anderen Sachen gar nicht mehr schreiben ;)
Habt einen guten Start in den Monat!
_Marie_
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Kommentare:

  1. Das finde ich eine tolle Kategorie. Wie kommst du denn auf dein jeweiliges Wort des Monats?

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  2. Dankeschön :)
    Meistens ist es ein Wort, dass mich in den letzten paar Tagen sehr beschäftigt hat oder ich nehme ein Wort, das ein Oberbegriff für Themen ist, über die ich etwas posten möchte, so wie diesen Monat.
    Letztens hatte ich zum Beispiel 'Tanzen', weil ich bei einem Musikvideo mitgemacht habe und mich dadurch ziemlich verändert hab ;)
    Liebe Grüße,
    Marie

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Danke, dass du meinen Blog besuchst & kommentierst!
Bunte Grüße und einen schönen Tag,
Marie ♥